Das Land am Ganges und Brahmaputra verbinden die meisten von uns mit dem Taj Mahal, dem wohl schönsten und bedeutendsten Mausoleum der Welt, statt mit dem indischen SENSEX und NIFTY.

Als Bundeskanzlerin Angela Merkel und der indische Premierminister Narenda Modi Anfang November 2019 zusammentrafen, ging es u.a. um die Entwicklung der wirtschaftlichen Beziehungen und die Fachkräftezuwanderung nach Deutschland. Merkel will mit Indien auch stärker in den Bereichen Verkehr, Digitalisierung, Innovationen, Gesundheit und Landwirtschaft zusammenarbeiten. Ebenso strebt sie ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien an.

Wahrscheinlich hatte die deutsche Kanzlerin Kenntnis von einer Studie des britischen Centre for Economics and Business Research. Bis zum Jahr 2034 soll Indien in die Top Drei der Weltwirtschaften vorstoßen und Japan verdrängen. Bereits vorher geht es Deutschland an den Kragen, denn 2026 wird Deutschland der Studie nach auf Platz 5 der größten und leistungsfähigsten Volkswirtschaften verwiesen.
Die drei Länder – Indien, Deutschland und Japan – werden in den nächsten 15 Jahren weiter um die Position der drittgrößten Volkswirtschaft kämpfen, so der CEBR. Wobei Ihr Autor in dem Dreikampf erhebliche Nachteile für Japan und Deutschland sieht. (Demografie, Fachkräftemangel etc.)

Indien wird in drei Jahren mit 1,5 Milliarden Einwohnern das bevölkerungsreichste Land der Erde sein und ist jetzt schon ein riesiger Absatzmarkt. Aktuell hat Indien ca. 1,37 Milliarden Einwohner und wird mit einem Bevölkerungswachstum von 1,25 Prozent in diesem Jahr China (ca. 1,4 Milliarden Einwohner) als bevölkerungsreichstes Land der Erde ablösen. Das Land und seine wirtschaftliche Entwicklung stehen leider noch im Schatten der westlichen Berichterstattung. Dabei spricht das rasante Bevölkerungswachstum einhergehend mit einem jährlichen Wirtschaftswachstum von teilweise über 6 Prozent und mehr eine deutliche Sprache.

Das CEBR stellte fest, dass Indiens “langsames Wachstum im Laufe des Jahres (2019) den Druck für radikalere Wirtschaftsreformen erhöht hat”. Und dass Premier Modi Reformen erfolgreich umsetzen kann, hat er in der Vergangenheit schon mehrfach gegen alle Widerstände bewiesen.
Zeit, sich einmal näher mit dem indischen Aktienmarkt zu beschäftigen.
SENSEX und NIFTY

Der BSE Sensex (Bombay Stock Exchange Sensitivity Index) ist der bekannteste und wichtigste Aktienindex an der Bombay Stock Exchange (BSE) in Indien. Er führt die 30 größten Unternehmen auf, die an der Börse in Mumbai gehandelt werden.
Der NIFTY 50 (Index der National Stock Exchange of India) ist der Referenzindex für den indischen Aktienmarkt. Er stellt den gewichteten Durchschnitt von 50 indischen Unternehmensaktien in 13 Sektoren dar und ist einer der beiden in Indien verwendeten Hauptaktienindizes.
Die indische Börse befindet sich in Mumbai (dem ehemaligen Bombay). Die 1875 gegründete Börse ist die älteste Asiens. An der Bombay Stock Exchange (BSE) werden die Aktien von etwa 3.500 Unternehmen gehandelt. Die BSE ist neben der ebenfalls in Mumbai ansässigen National Stock Exchange (NSE) die wichtigste Börse in Indien.
Spannende Aktien aus Indien
Indiens Aktienmarkt steht (noch) nicht so sehr im Mittelpunkt der Berichterstattung. Besonders die Bereiche IT-Outsourcing, IT-Beratung, Automobilproduktion, Telekommunikation und Bankenwesen sind am Explodieren und treiben das Wirtschaftswachstum rasant nach vorne. In Indien sprechen unglaublich viele Menschen auf sehr gutem Niveau Englisch bei gleichzeitig geringen Löhnen. Eine wahrlich magische Kombination für Investitionen.
Wer also in den indische Aktienmarkt einsteigen will, sollte sich vor allem mit Aktien der hierzulande bekannten TATA Group (bestehend aus TATA Motors, TATA Consulting und TATA Steel) beschäftigen. Aus dem Bereich der Petrolchemie und Textilien ist Reliance Industries ein begehrtes Unternehmen. Das Indien sehr gute IT- Fachkräfte hervorbringt, wissen nicht nur die deutschen Finanzinstitute. Eine Investition in die Aktien der Infosys Technologies oder Wipro Technologies lässt Investoren am rasanten Wachstum der IT Branche in Indien teilhaben.
Wer Indien nur auf seine touristischen Attraktionen reduziert, macht einen großen Fehler. Mit einem durchschnittlichen Wachstum des BIP um 7 Prozent und einer Inflationsrate von durchschnittlich 3 Prozent in den letzten 5 Jahren gehören Aktien aus Mumbai auf jede Watchlist.
Aktuell ist Indien die siebtgrößte Volkswirtschaft der Welt und die am schnellsten wachsende Großnation – in den letzten Jahren sogar schneller als China. In den letzten 30 Jahren hatte der indische Aktienmarkt eine Rendite von 12,5 Prozent pro Jahr. Der S & P 500 jedoch nur 9,5 Prozent jährlich, ein Renditevorsprung von 32 Prozent oder 3 Prozentpunkten pro Jahr.
Fazit
Wir werden den indischen Aktienmarkt genau beobachten, wie andere gemanagte Fonds auch. Irgendwann wird niemand mehr um einen Einstieg herumkommen, wenn er in die renditeträchtigen Märkte der Zukunft investieren möchte oder muss.
Und ganz sicher stellen wir die eine oder andere indische Aktie für unsere Leser vor.

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