Skaleneffekte werden die Effekte genannt, die die Vorteile, die in einem Unternehmen auf Grund sinkender Durchschnittskosten bei einer Erhöhung der produzierten Menge entstehen. – Valentin Markus Schulte / Volkswirt

Rolle von internationalen Unternehmen im Welthandel

In der Volkswirtschaft wird in den Modellen von vollständigem Wettbewerb ausgegangen. Das hat zur Folge, dass Unternehmen reine Preisnehmer und Mengenanpasser sind. In der Realität nehmen Unternehmen aktiv Einfluss auf das internationale Marktgeschehen. Die Unternehmen gestalten internationale Handelsbeziehungen mit und die Rolle von internationalen Unternehmen findet in der internationalen Wirtschaftspolitik Beachtung.

Existenz von Skaleneffekten spricht gegen das Modell des vollständigen Wettbewerbs!

Zunehmende Skalenerträge

Wenn die Produktionsmenge überproportional zur Erhöhung des Faktoreinsatzes steigt, verzeichnet ein Unternehmen positive Skalenerträge.

Das Unternehmen profitiert von Größenvorteilen. Je mehr Güter von einem Unternehmen produziert werden desto geringer werden die Kosten pro produziertem Gut. Um die größer werdenden Mengen abzusetzen ist dieses Unternehmen auf den Weltmarkt angewiesen. Aus Sicht des Unternehmens und aus Sicht der gesamtgesellschaftlichen Wohlfahrt ist es sinnvoll, dass dieses Unternehmen große Märkte bedient. Durch sinkende Kosten wird der Konsumentenpreis sinken. Das impliziert eine Konzentration der Produktion auf bestimmte Unternehmen und verringert den Wettbewerb in der Volkswirtschaft.

Externe und interne Skaleneffekte

Externe Skaleneffekte

Bei externen Skaleneffekten hängen die Kosten pro Einheit des produzierten Gutes von der Größe der Branche ab. Die Größe des Unternehmens spielt bedingt eine Rolle. Die betrachtete Branche besteht typischerweise aus vielen Unternehmen, welche intern in vollständigem Wettbewerb zueinanderstehen. Externe Skalenerträge resultieren aus der Spezialisierung der Zulieferer (diese liefern Input für die gesamte Branche und Kosten für einzelne Abnehmer sinken), Arbeitsmarkt-Pooling (Branche hat ähnlichen Bedarf an Arbeitskräften mit bestimmten Qualifikationen) oder Wissens-Externalitäten (Unternehmen profitieren vom Know-How anderer der Branche). Ein Beispiel für externe Skaleneffekte ist die Konzentration von IT-Unternehmen im Silicon Valley. Ein Problem von externen Skaleneffekten ist, dass existierende Branchen gegenüber entstehenden Branchen Kostenvorteile haben. Externe Skaleneffekte wirken als Markteintrittsbarrieren.

Interne Skaleneffekte

Die Kosten pro Einheit des produzierten Gutes hängen bei internen Skaleneffekten vor allem von der Größe des Unternehmens und nicht von der Größe der Branche ab.

Bei internen Skaleneffekten ist die Marktstruktur von unvollständigem Wettbewerb gekennzeichnet in dem große Unternehmen gegenüber kleineren einen Kostenvorteil haben. Da die Grenzkosten unter den Durchschnittskosten liegen tendieren Unternehmen bei positiven internen Skalenerträgen zum Monopol. Durch die bei jeder Produktion anfallenden Fixkosten, die auf die produzierte Menge umgeschlagen wird sind große Mengen kostengünstiger als kleine Mengen zu produzieren. Der Markteintritt von neuen Unternehmen mit kleineren Mengen ist somit teuer. Interne Skaleneffekte führen zu Oligopolen. Bei Oligopolen ist kein einzelnes Unternehmen groß genug, um als Monopolist den Weltmarkt alleine zu versorgen. Oligopole zeichnen sich dadurch aus, dass sie wie mehrere Monopole auftreten die groß genug sind, um Preise zu beeinflussen. Ein Beispiel für interne Skaleneffekte mit Oligopolen ist der Smartphone Markt. Apple, Samsung oder Huawei haben Oligopole im Smartphone Markt. Bei den einzelnen Produkten wie beispielsweise dem IPhone von Apple ergibt sich ein Monopolcharakter.

V.i.S.d.P.:

Valentin Markus Schulte
Volkswirt (B.Sc.)

Valentin Markus Schulte ist Absolvent der Universität Potsdam mit Abschluss als Volkswirt (B.Sc.) im Jahr 2019. Neben seinem Masterstudium der Economics ist er Autor und Blogger. Sein besonderes Interesse gilt den internationalen Finanzmärkten. Außerdem begeistert ihn die Wettbewerbspolitik sowie die geschichtliche Entwicklung der Volkswirtschaftslehre mit ihren Theorien.

Valentin Markus Schulte

 

 

 

 

 

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