Arbeiten in Deutschland und anderen europäischen Ländern – Zukunftsperspektive, Erfahrungen, Weiterbildung, was wird erwartet? Interview mit Oliwer Mikus, Gründer des Unternehmens Sedulus Sp. Zo.o., Personalvermittlung – die Fragen stellte Dr. Thomas Schulte, Berlin

Dr. Thomas Schulte: Herr Mikus, wie Sie sind eigentlich auf die Idee gekommen, eine Personalvermittlung zu gründen?

Oliwer Mikus: Gute Erfahrungen, 2010 wurde ich selbst von einem solchen Unternehmen vermittelt. Ich war Student. Ich komme aus einer deutschsprachigen Enklave aus Polen rund um die Stadt Opole im Süden von Polen. Meine Familie spricht also Deutsch und Polnisch, ich hatte den Vorteil, in beiden Sprachen zu Hause zu sein.

Ich war dann mit meiner heutigen Frau, damaligen Freundin, im Rahmen eines Studentenjobs bei einem renommierten Automobilhersteller in Bayern tätig. Das hatte super geklappt, ich habe mich gleich wohlgefühlt. Und – muss man sagen: Das Geld stimmte auch. Rundum für mich ein gelungenes Erlebnis. Und dann auch die Frage, ob ich dieses Wissen nicht vielleicht eines Tages auch beruflich einsetzen konnte. Das kam dann, wie es immer ist, wenn man einen Wunsch in das Himmelreich schickt, wird der Wunsch erfüllt. Noch während des laufenden Projekts – nach ein paar Wochen – fragte mich der Projektleiter, ob ich nicht noch andere Studenten kenne oder Freunde hätte, denen ich helfen könnte, aus Osteuropa nach Bayern zu kommen, um dort für eine gewisse Zeit zu arbeiten. Das lief wie fantastisch. Ich fragte meine Freunde, Studiums Kollegen, dass sie mir nur eben ihren Lebenslauf geben sollten. Ich habe dann sehr erfolgreich die Vermittlungen vorgenommen. Es war eine Win-win-Situation: meine Studienfreunde waren froh, einen tollen Semester- oder Studentenjob zu haben. Der Projektleiter war auch froh, mit mir einen deutsch-polnischen direkten Ansprechpartner zu haben.

So hat das im Grunde angefangen.

Ich habe Informatik studiert, und wohne nunmehr seit vielen Jahren in Deutschland. Ich war allerdings immer auch in meiner polnischen Heimat und habe immer noch gute Kontakte Richtung Osteuropa. Kein Wunder, dass ich dann meine EDV-Kenntnisse auch benutzt habe, um die Bewerbungs- und Einstellungsprozesse zu optimieren. Heute haben wir technische Möglichkeiten, die es den Firmen und Bewerbern wesentlich einfacher machen, zusammenzufinden.

Ich habe dann das Studium im Jahr 2013 abgeschlossen, dann ging es richtig los. Spezialisiert haben wir uns auf technische Berufe, das sind also Mitarbeiter in gewerblichen Unternehmen, z.B. Automobilindustrie und andere. Wir haben unsere Arbeit gut gemacht. Ich habe dann ein Büro eröffnet und neben der Technik auch für entsprechende Mitarbeiter gesorgt. So hat sich durch Mund-zu-Mund-Propaganda es gleich herumgesprochen, dass wir seriös und nachhaltig arbeiten.

Dr. Thomas Schulte: Wie ist der typische Ablauf einer solchen Vermittlung?

Oliwer Mikus: Es gibt regelmäßig zwei Möglichkeiten, entweder fragt ein Unternehmen bei uns an und hat eine Idee für einen Standort und eine Berufsqualifikation, dann helfen wir. Inzwischen bewerben sich aufgrund unseres guten Rufes natürlich auch initiativ bei uns Personen, die gerne in Deutschland arbeiten wollen – da sind wir auch unterstützend tätig. In der Regel ist es so, dass ein Mitarbeiter, der erfolgreich vermittelt wurde, mindestens einen oder zwei andere Kandidaten bringt. Wir sind dann in den Vorgesprächen nach dem Prinzip der absoluten Ehrlichkeit und top Passgenauigkeit tätig. Wir fragen nach den Vor- und Nachteilen des beruflichen Angebotes, auch nach den Schwächen und Stärken des potentiellen Mitarbeiters, nach seinen Wünschen und Planungen. Es geht hier darum, ehrlich zu sein und nur Personen und Firmen zusammenzubringen, die auch passen. Nachdem wir das mit beiden Seiten, also dem potentiellen Arbeitgeber und dem Bewerber, ausführlich geklärt haben, stellen wir den direkten Kontakt her und begleiten dann den Einstellungs- bzw. Bewerbungsprozess so lange, bis es zu einem erfolgreichen Vertragsabschluss kommt.

Dr. Thomas Schulte: Ist Ihre Tätigkeit damit zu Ende, Herr Mikus?

Oliwer Mikus: Bewerber lassen wir dann weder wie die Firmen irgendwie alleine, sondern begleiten diese. Beteiligte bekommen schriftliche Hinweise, wie z.B. der Anmeldeprozess läuft, welche Versicherungen notwendig sind etc. Selbstverständlich betreuen wir sowohl das Unternehmen als auch den Mitarbeiter weiter. Wir wollen die Bewerber nicht mit Fragen der Anmeldung, der Steuerklasse, der Versicherung und anderen Dingen alleine lassen. Alle Beteiligten sollen sich wohlfühlen. Regelmäßig dauert ein solcher Prozess einen Monat bis zu sechs Monaten. Da hat es sich bewährt, dass man für beide Seiten ein offenes Ohr hat.

Technisch kann man da nicht sehr viel automatisieren, auch wenn wir uns bemühen, z.B. über Videobewerbungen und anderen Tools, es den Beteiligten einfach zu machen. Primär kommt es auf Einfühlungsvermögen und Erreichbarkeit an.

Vielen Dank für das Gespräch.

Zusammenfassung auf Polnisch:

Agencja pracy Sedulus Sp. z o. o – co dalej?
Praca w Niemczech i za granicą – perspektywa przyszłości, doświadczenie, dalsza edukacja. Czego oczekują pracodawcy? Streszczenie wywiadu z Oliwerem Mikusem, właścicielem agencji pracy Sedulus. Pytania zadawał dr. Thomas Schulte.

Warto zacząć od samego początku, a mianowicie od momentu, w którym narodził się pomysł na utworzenie agencji pracy Sedulus.

W 2010 roku Pan Mikus, ówcześnie student informatyki, skorzystał z usług agencji pracy, by podjąć pracę w jednym z zakładów produkujących samochody w regionie Bawarii. Wtedy po raz pierwszy zwrócono się do niego z zapytaniem czy nie zna osób, które byłyby zainteresowane pracą we wspomnianym zakładzie. Kierownik projektu był zadowolony z pozyskania partnera, który znał język polski oraz niemiecki. Ważną kwestią były umiejętności informatyczne, które pozwoliły na zoptymalizowanie procesów rekrutacyjnych i aplikacyjnych. Głównym celem było pozyskanie pracowników, zajmujących się technicznymi zawodami.

Proces rekrutacyjny przebiega w bardzo prosty, intuicyjny sposób. Po wstępnych rozmowach z obiema stronami, które dotyczą zalet i wad oferty, mocnych i słabych stron pracownika oraz jego życzeń, Sedulus nawiązuje bezpośredni kontakt, a następnie towarzyszy podczas procesu rekrutacji. Jednak nie jest to koniec. Zarówno pracownik, jak i firma, mogą liczyć na wsparcie, np. w szukaniu odpowiedzi na nartujące pytania dotyczące klasy podatkowej, ubezpieczenia, rejestracji itp. Najczęściej taki proces trwa aż do 6 miesięcy.

Priorytetem agencji pracy Sedulus jest dostępność dla klientów, dlatego niektóre procesy, choć mogły, nie zostały zautomatyzowane. Zdecydowano się na to na podstawie doświadczeń, które firma zdobyła poprzez gotowość wysłuchania i otwartość na klientów.

V.i.S.d.P.:
Schausitzen Berlin PR
Unternehmenskommunikation

Das Unternehmen Sedulus Sp. z o.o. mit Sitz in Opole / Polen, Niederlassung in Rzeszów/ Polen und einer Niederlassung in München / Deutschland ist seit 2015 erfolgreich in der Personalvermittlung von erfahrenen Kräften tätig und versteht sich als Schnittstelle zwischen Arbeitgebern und Bewerbern. Ziel ist die Verbindung der Bedürfnisse der Arbeitgeber mit den Anforderungen der Arbeitnehmer zu erreichen. Die Sedulus Sp. z o.o. verfügt über zahlreiche attraktive Arbeitsangebote, sowohl unbefristete als auch befristete Jobs. Spezialisiert hat sich das Unternehmen auf die Organisation der passenden Arbeit für Einzelpersonen, Paare und Gruppen, sowie Studenten. Weitere Informationen unter: https://sedulus.pl/de/kontakt-deutsch/

Pressekontakt:
Sedulus Sp. z o.o.
Oliwer Mikus
ul. Jana Łangowskiego 1
45-031 Opole
Email: kontakt@sedulus.pl
Tel: +49 89 13072963