MIG Fonds Anleger investieren in Venture Capital (Wagniskapital), um Wertsteigerung und Technologie in Deutschland erfolgreich zu unterstützen, wie beispielsweise in Beteiligungsunternehmen wie NavVis, GWA Hygiene oder KONUX. Laut eigenen Angaben haben Anleger so 1 Milliarde Euro investiert. Der MIG Fond 16 soll neben den Stammanlegern die Generation Y als potenziellen Anleger gewinnen. Junge Menschen um die dreißig soll der Markteinstieg zum Investment in Venture Capital ermöglicht werden. Ob diese Zielgruppe für den Erfolg des MIG Fond 16 wirklich geeignet ist? Gerade die Generation Y hinterfragt skeptisch, welche Investition langfristig nachhaltig ist, wieviel Risiko besteht und welche Sinnhaftigkeit das Produkt verspricht.

Ostern 2020 – Corona kennt keine Grenzen – #stay@home gilt auch für den Vertrieb

„Der beste MIG Fonds, den es je gegeben hat“, so war die Aussage von Dr. Matthias Hallweger von der HMW Innovations AG aus Pullach bei München. So hieß es zumindest am Anfang des Vertriebs. Ob Dr. Hallweger diese Aussage heute noch einmal so tätigen würde, das wissen wir nicht, denn mittlerweile verändert die Corana Krise alle Bereiche weltweit. Der MIG Fonds 16, Dr. Matthias Hallweger und die HMW Innovations AG stehen vor der Herausforderung den Vertrieb des MIG Fonds trotz #stay@home erfolgreich zu organisieren. Aber die aktuelle Corona-Krise macht einen Vertrieb des Fonds nahezu unmöglich, denn Kundenbesuche der Vermittler, die früher das Tagesgeschäft waren, sind heute nur noch in Ausnahmen möglich. Der Kunde, so ein Vermittler des MIG Fonds gegenüber unserer Redaktion, hat im Moment kein wirkliches Interesse über eine Investition in einen Venture Capital Fonds zu reden, geschweige zu investieren. Verunsicherung und Zukunftssorgen treiben die Kunden um, denn keiner weiß wie lange die Corona Krise andauern wird.

Diese problematischen Herausforderungen dürften Dr. Hallweger mit seinem MIG Fonds 16 nicht alleine treffen. Dr. Hallweger, wie auch andere Initiatoren müssen sich natürlich die Frage stellen, ob es nicht jetzt schon des einen oder anderen Nachtrag bedarf, wenn heute absehbar sein kann, dass sich die im Prospekt beschriebene Situation möglicherweise deutlich zum Negativen hin verändern könnte?

Egal mit wem man aus der Kapitalanlagebranche derzeit spricht, das Geschäft des mobilen Vertriebs ist völlig eingebrochen. Lediglich der Online-Vertrieb generiert derzeit noch Umsätze. Die Corona Krise wird irgendwann überwunden sein, aber ob die Lösung darin besteht, dass bei einem Neustart der Wirtschaft das Fehlende aufzuholen, ist sicherlich sehr gewagt.

2 Mio Ostereier so wie die 2 Mio Weihnachtsmänner?

Es könnte insgesamt ein hartes Jahr für Dr. Matthias Hallweger und seine MIG Fonds werden. In Österreich läuft derzeit eine große Klage eines großen Prozessfinanzierers gegen den einen oder anderen MIG Fonds und gegen die HMW Innovations AG. Über 1000 Anleger wünschen sich ihr Geld zurück. Würde es zu einem Urteil gegen die Beklagten kommen, könnte das möglicherweise von wirtschaftlich existenzieller Bedeutung für den einen oder anderen MIG Fonds und die HMW Innovations AG sein.

Geklärt werden muss dann auch noch, ob der Vertrieb der MIG Fonds in den letzten Jahren korrekt gehandelt hat, denn er hat 2. Markt Fondsanteile in nicht unerheblichem Umfang an Kunden verkauft, möglicherweise ohne dafür die eigentlich erforderliche BaFin Gestattung zu haben.

Schwunghafter Zweithandel ist verboten, oder Rechtsanwälte wie RA Kim Klevenhagen aus Berlin oder RA Jens Reime aus Bautzen meinen: die Genehmigungspflichtigkeit gilt ab dem 1.1.17. Hintergrund ist das Erste Finanzmarktnovellierungsgesetz, welches die Bereichsausnahme für Anbieter und Emittenten von Vermögensanlagen (§ 2 Absatz 6 Satz 1 Nr. 8 lit. e Kreditwesengesetz (KWG)) entsprechend geändert hat. Vermittler benötigten ab dem 31. Dezember eine Erlaubnis der BaFin nach § 32 KWG. Darüber hatten wir berichtet.

Eine weitere offene Baustelle von Dr. Hallweger ist der GAF Funds. Hier hatten wir über eine Millionen Zahlung berichtet die Dr. Hallweger und seine HMW Innovations AG bekommen hatten. Hier wünschen die betroffenen Anleger Aufklärung im Rahmen der beschlossenen Liquidation des Fonds.

2020 hätte auch besser anfangen können, wird sich Dr. Hallweger möglicherweise denken. Hätte es, da hat er Recht. Warum in den aktuellen Nachträgen zum MIG 16 Fonds nichts steht über den Prozessfinanzierer aus Österreich, der tausende Anleger gesammelt hat, bleibt ein Geheimnis.

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